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Tutorials - NFS + NISSprachenübersicht/Betriebssysteme/Linux/Internet & Netzwerk Keywords: nfs nis linux howto zentrale userverwaltung datenspeicherung Inhaltsverzeichnis
Vorwort Top
Dies ist zwar seit langem auch für Linux/Unix verfügbar, doch damit ist häufig längeres Suchen nach Informationen im Internet verbunden. Überblick Top
Software Top
Für den Client werden normalerweise keine zusätzlichen Module für NFS benötigt sondern lediglich der NIS-Client (ypbind) und ebenfalls Portmap. Auf dem Server lief bei diesem Versuch ein aktuelles Debian Sarge und die Clients waren mit Ubuntu 5.10 preview ausgestattet. Installation der Pakete Top
Server: Code: apt-get install nfs-kernel-server nis
Client: Code: apt-get install nis Serverkonfiguration Top
/etc/default/nis: NISSERVER=true NISCLIENT=false Jetzt ist es an der Zeit um das Verzeichnis festzulegen, welches später exportiert werden soll. Da wir in diesem Fall jedem Benutzer ein überall verfügbares /home-Verzeichnes bieten möchten, wird folgende Zeile in die export-Datei eingetragen: /etc/exports: /home 192.168.0.0/24(rw,async) Das erste Argument gibt das Quellverzeichnis an (hier: /home). Für den NIS-Server ist die Datei /etc/ypserv.conf zuständig. /etc/ypserv.conf: * : * : shadow.byname : port * : * : passwd.adjunct.byname : port * : * : * : none Weiters ist es erforderlich den Domainname für die NIS-Domain in /etc/defaultdomain einzutragen. /etc/defaultdomain: heimnetzwerk Nun können noch die benötigten Benutzer auf dem Server mit dem Befehl adduser hinzugefügt werden. Nun sollte der NIS-Server gestartet werden: Code: /etc/init.d/nis start Danach muss noch /usr/lib/yp/ypinit ausgeführt werden, um die Einstellungen zu übernehmen und die benötigten 'Maps' zu erstellen. Bei Bedarf kann die Datei /var/yp/Makefile angepasst werden. Werden später weitere User hinzugefügt bzw. Einstellungen verändert, muss man make in /var/yp ausführen, um diese zu übernehmen. Starten der Server Top
Code: /etc/init.d/portmap restart /etc/init.d/nfs restart /etc/init.d/nis restart Da bei den meisten Distributionen die Server bereits nach der Installation durch den Paketmanager gestartet werden, verwenden wir hier den restart-Befehl. Ob die Server auch wirklich laufen wird mit folgendem Befehl überprüft: Code: rpcinfo -p localhost Beibehalten bestehender Benutzerverzeichnisse Top
mounten von nfs: mount -t nfs -o rsize=8192,wsize=8192,hard,intr 192.168.0.1:/home /mnt Damit der Client nun das home-Verzeichnis des Benutzers auf den Server kopieren kann, wird auf diesem ein Verzeichnis mit Lese- und Schreibrechte für jeden eingerichtet: Server: $ mkdir /home/puffer $ chmod 777 /home/puffer $ chown nobody:nogroup /home/puffer Jetzt werden alle User-Verzeichnisse vom Client auf den Server kopiert: Client: $ cp /home/user1 /mnt/puffer -R $ cp /home/user2 /mnt/puffer -R usw. Sind nun alle Verzeichnisse auf den Server kopiert, können sie von dort aus mit root-Rechten an die richtigen Orte verschoben werden. Server: $ mv /home/puffer/benutzer1 /home/ $ chown benutzer1:gruppe-benutzer1 /home/benutzer1 -R
Server: $ mv /home/puffer/benutzer1/* /home/benutzer1 $ mv /home/puffer/benutzer1/.* /home/benutzer1 $ chown benuterz1:gruppe-benutzer1 /home/benutzer1 -R $ rmdir /home/puffer/benutzer1 Nach getaner Arbeit wird das NFS-Verzeichnis wieder vom Client mit umount /mnt entfernt. Clientkonfiguration Top
Für den NIS-Client ist die yp.conf sowie nsswitch.conf zuständig: /etc/nsswitch.conf: passwd: compat group: compat shadow: compat netgroup: nis Diese Zeilen sind überlicherweise bereits vorhanden, müssen aber in Ausnahmefällen angepasst werden. /etc/yp.conf: ypserver 192.168.0.1 Ist diese Zeile nicht vorhanden, versucht der Client über Broadcast den Server ausfindig zu machen. Damit das Client-System die User von NIS auch übernimmt, sind noch ein paar Anpassungen erforderlich. Die folgenden Zeilen müssen einfach jeweils als letztes den zugehörigen Dateien hinzugefügt werden. /etc/passwd: +:::::: /etc/group: +::: /etc/shadow: +:::::::: /etc/gshadow: +:::
/etc/fstab: 192.168.0.1:/home /home nfs rsize=8192,wsize=8192,hard,intr 0 0 Die IP sollte der des NFS-Servers entsprechen, gefolgt von einem Doppelpunkt, nach welchem der Pfad zum exportierten Verzeichnis angegeben wird. Befindet sich das /home-Verzeichnis des Client auf einer eigenen Partition, so muss diese Zeile in der fstab mit einer Raute (#) am Zeilenanfang auskommentiert. Ist dies nicht der Fall, so sollte zumindest der Inhalt des lokalen /home's in einen anderen Ordner gesichert werden: Code: $ cp /home /home-backup -R $ rm /home/* -rf Um Probleme zu vermeiden sollte man noch die lokalen Benutzer (nicht aber die System-User!) aus der /etc/passwd, der /etc/shadow sowie die lokalen Benutzer-Gruppen aus der /etc/group entfernen. Diese beginnen üblicherweise mit der UID bzw. GID 1000 und höher. Abschließend kann das System neu gestartet werden. Die Benutzer müssten nun automatisch über das Netzwerk vom NIS-Server abgefragt und das /home-Verzeichnis vom NFS-Dienst bereitgestellt werden. Schlusswort Top
Wer eine sichere Umgebung für eine größere Nutzeranzahl benötigt, sollte sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen und Authentifizierungsdienste wie Kerberos verwenden. Der Autor Top
Gibt es noch irgendwelche Fragen, oder wollen Sie über den Artikel diskutieren? Sprachenübersicht/Betriebssysteme/Linux/Internet & Netzwerk/NFS + NIS |